Infostand in Neckarsulm unter Corona Bedingungen – Erfahrungen

Janne Rotter, Ersatzbewerber zu den LTW und Johannes Müllerschön, in Neckarsulm. Unsere Direktkandidatin Jasmin Ellsässer arbeitet in der Pflege, hatte Dienst und konnte deshalb nicht teilnehmen.

Wahlkampf in „Nicht Wahlkampfzeiten“? Ja es gab erstaunte und interessierte Fragen, „Was ihr fangt schon an mit Wahlkampf? Was macht Ihr denn da, sind schon wieder Wahlen?“ Mal davon abgesehen, dass DIE LINKE eine Partei ist für den Alltag und nicht nur für den Wahltag, waren die Erfahrungen positiv. Ja, wir hatten den Eindruck es sind deutlich weniger Menschen auch auf dem Wochenmarkt und die „Kontaktaufnahme“ ist unter Corona Bedingungen mit Maske und Abstand noch schwieriger als sonst. Auch wollten wir weder Waschmaschinen, noch Zeitungssabos  verkaufen wie manche Drückerkolonen in Fußgängerzonen, aber Unterschriften wollten wir trotzdem. Unterstützungsunterschriften für die Kandidatur der LINKEN zu den Landtagswahlen im März 2021.

Unterstützungsunterschriften? Was ist das denn? Ja selbst für politisch interessierte Menschen waren unsere Infos über die Zulassung zu den Wahlen neu. Ungläubiges Staunen, „was 150 je Wahlkreis?“ Kurz informierten wir auch über die Klage von 5 Parteien beim baden-württembergischen Verfassungsgerichtshof, gegen diese Benachteiligung von Parteine, die bisher noch nicht im Landtag vertreten sind. (Die Pressemitteilung dazu ist hier hinterlegt.)

Noch bevor wir den Stand aufgebaut hatten, wurden wir von einer (fast) Genossin erwartet. Sie hat unsere Ankündigung im Neckarsulm Journal gelesen und kennt das Prozetere. Sie hat auch gleich unterschrieben und noch 5 Formulare mitgenommen. Ein guter Einstieg.

Ebenfalls gezielt kam eine Kommunalpolitikerin (nicht von der LINKEN) auf uns zu, wir haben uns ausgetauscht, auch über die oft schwierige und frustrierende Arbeit in den Gremien, Ja, wir erlebten Unterstützung über Parteigrenzen hinweg, gelebte Demokratie, auch gut. Immerhin, einige wenige kamen nicht nur freiwillig an den Stand und freuten sich, dass wir als LINKE mal wieder da sind. Ein Opa freute sich so stark, dass er uns gleich spontan beim Verteilen unterstützte. Das ist mir trotz langjähriger Standerfahrung so auch noch nicht passiert.

Natürlich gab es in den zwei Stunden auch „Hänger“, entweder weil zu wenig unterwegs waren, oder aber auch weil zu viele ihre deutliche Ablehnung verbal und nonverbal zum Ausdruck brachten. Gesamtbilanz in knapp 2 Stunden?  Infomaterial verteilt, sechs Unterschriften, viele gute Gespräche mit netten Menschen. Alles gut, links in Neckarsulm. Wir kommen wieder. (jom)


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