Weinsberg: Wie entwickelt sich die Stadt? – LINKE will Schwerpunkte setzen

Weinsberg bekommt ein Stadtentwicklungskonzept, das ist notwendig für allerlei Förderungen. Darüber hinaus sehen wir es als eine Chance uns über weitere Entwicklungen in Weinsberg klar zu werden. Leider mussten die entsprechenden Klausuren bisher aufgrund der Pandemie verschoben werden. Nun sind zumindest die Ergebnisse der Einwohnerbefragung da, welche das Büro Reschl aus Stuttgart erhoben hat.

Juliana Frisch, Fraktionvorsitzende der LINKE im Weinsberger Gemeinderat

Fragen die sich uns stellen:
Wie können wir dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum schaffen? Das Thema, welches in den Altersgruppen zwischen 20 und 39 Jahren am meisten Einwohner beschäftigt. Hochpreisiger Wohnraum wurde in den letzten Jahren reichlich gebaut. Aber was ist mit angestellten Pflegekräften, ErzieherInnen, BusfahrerInnen, die mit einem monatlichen Einkommen von ca. 3000 € brutto auskommen müssen? Der bereits geschaffene Wohnraum kann von solchen Gehältern nicht bezahlt werden.

Hier braucht es unserer Meinung nach mehr Anstrengung und eine klare Priorität. Grundstücke zum Höchstgebot für Einfamilienhäuser ist ein unsoziales Konzept das beendet werden muss. Alternatives Wohnen, altersgerecht oder in gemeinsamen “Wohnhöfen” müsste als Ideensammlung auf den Tisch und bei Vergabe von Bauplätzen bevorzugt werden. 

Als LINKE fordern wir ein entsprechendes Konzept, eine Änderung der Satzung zugunsten von bezahlbarem Wohnraum und gegen Höchstpreise. Auch fordern wir, dass die Stadt Bauplätze behält, selbst bebaut und dann auch entscheiden kann, wie es in Zukunft weitergeht. 

Wie wollen wir in Weinsberg weiter wachsen? Im Außenbereich oder innerstädtisch? Oder ist ein Ende des Wachstums sichtbar, gibt es eine Größe, die es sinnvoll macht ein Wachstum zu beenden?

Was bedeutet eine lebenswerte Stadt für die Nachverdichtung? Wo müssen Grünflächen erhalten bleiben?

Als LINKE fordern wir Ausgleichsmaßnahmen für Baugebiete auch im Stadtgebiet zu errichten, dazu wollen wir eine Ideensammlung initiiert wissen. Hierbei kann sich auch eine natürliche Grenze des Wachstums ergeben.

Für uns gehören auch (nichtkommerzielle) Kulturangebote dazu, die wir gerne mit den anderen Gremienmitgliedern und der Bürgerschaft vorantreiben wollen.

Für uns als LINKE gehören zu einer lebenswerten Stadt auch gut motivierte MitarbeiterInnen dazu. Deshalb forderten wir zu Beginn eine gerechtere Bezahlung der sogenannten Zweitkräfte in den Kindergärten. Auch das ist mittlerweile geschehen, durch den Druck des Fachkräftemangels. Eine sozialgestaffelte Kindergartengebühr steht noch aus, aber wir arbeiten daran. 

Erreicht haben wir die Not-Betreuung von Kindergartenkindern im Ganztagesbetrieb während den Sommerferien. Für uns als kleinste Fraktion des Weinsberger Gemeinderates ein Zeichen das auch „Kleines“ etwas bewegen kann und wirkt.

Wir veranstalten regelmäßig öffentliche (auch digitale) Fraktionssitzung und laden Sie gerne zum Austausch ein.


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