Landrat Norbert Heuser im Live-Talk – Macher für die Zabergäubahn!?

Demo oder Mahnwache zur Reaktivierung der Zabergäubahn vor dem Heilbronner Rathaus? Nein, nur eine Fotomontage die den bereits erreichten Schulterschluss andeuten soll. (jom)

Der Live-Talk (Ohne Ausrede) der Heilbronner Stimme mit dem neuen Landrat zeigte die Vielfalt der Themen, die im Landratsamt und im Kreistag behandelt werden. Immerhin schaffte es auch das Thema Reaktivierung der Zabergäubahn wenn auch stark verkürzt in die „To do Liste“ des Landrats. Ob er dem Anspruch Macher in Sachen Zabergäubahn gerecht wird? Das wird er erst noch beweisen müssen. Die hohe Anzahl der Fragen zum ÖPNV und zur Stadtbahn zeigen auch die hohe Bedeutung des Themas, in der Region und im Landkreis. Meine vollständigen

Fragen zur Zabergäubahn (über den Macher hinaus) dokumentieren wir hier im Wortlaut. Falls wir noch weitere Antworten vom Landratsamt erhalten, werden wir sie hier auf dieser Homepage ebenfalls dokumentieren. Ausserdem ist die Kommentierfunktion freigeschaltet. Wir bleiben dran. (jom)

Drei Fragen an Landrat Norbert Heuser beim Stimme Talk am 14.1.22:

  1. Herr Heuser, als Bürgermeister von Neuenstadt und Kreisrat sprachen Sie immer von der „Stadtbahn auf Rädern“ und meinten damit z.Bsp. den durchaus erfolgreichen Kocher Shuttle. Sind Sie in ihrer neuen Funktion als Landrat der Auffassung, dass die Räder der Stadtbahn zumindest im Zabergäu nicht aus Gummi, sondern aus Stahl sein sollen?
  2. In Pfaffenhofen findet zurzeit ein Wettlauf statt, zwischen Schiene und Straße, zwischen Umgehungsstraße und Zabergäubahn. Ein gutes Beispiel, wie Mobilität auch in Zeiten der drohenden Klimakatastrophe immer noch getrennt und nicht vernetzt gedacht, geplant und verbaut wird. Die dringend benötigte Zabergäubahntrasse soll zu Gunsten des Straßenprojektes verlegt werden, das Gesamtprojekt Zabergäubahn wird dadurch zumindest stark verzögert, vielleichtsogar verhindert? In einem Anhörungsverfahren 2017 hat ihr Vorgänger im Landratsamt keine Einwendungen gegen eine Verlegung der Trasse vorgebracht. Gleich 3 Petitionen aus der Zivilgesellschaft (16/1164 vom BUND; 16/1207 vom Verein Zabergäu pro Stadtbahn e. V.;16/1263 von privat, Anwohnerin im betroffenen Bereich der geplanten Trasse) an den Landtag wurden damals leider verworfen. Haben sich die Prioritäten im Landratsamt jetzt verändert? Sehen Sie in Pfaffenhofen die Möglichkeit, falls das Straßenprojekt im Herbst gestartet wird, dort statt einer Verlegung der Trasse, wenigstens die Bahngleise für die Stadtbahn mitzuverlegen? Sehen Sie sich beim Projekt Zabergäubahn als Macher, oder als Zuschauer und juristischer Beobachter zwischen den politischen Ebenen?
  3. Das Beispiel Pfaffenhofen/Güglingen, mit Enteignungsverfahren zu Gunsten von Straßenbau zeigt doch den Instrumentenkasten, wie notwendige Infrastrukturmaßnahmen für das Gemeinwohl umgesetzt werden können. Haben sie einen Plan, wie die Zweckentfremdung (Stilllegung und Verwahrlosung) der bahneigenen Trasse im Zabergäu rasch überwunden werden kann? Wie kann die Bahn dazu gezwungen werden, endlich den Weg frei zu machen für die Zabergäubahn?

Mit bahn- und klimafreundlichen Grüßen, Johannes Müllerschön

Einen ausführlichen Bericht (mit allen drei damaligen abgelehnten Einwendungen) zur Geschichte der zu Recht kritisierten Umgehungs- bzw Erschließungsstraße gibt es hier.

Das Originalbild aus der Fotomontage stammt von folgendem Artikel: 

Schulterschluss für die Zabergäubahn vor Ort wächst.

 

 

 

 


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