Gemeindeverwaltungsverband (GVV) goes öko?

Die vier Gemeinden Weinsberg, Ellhofen, Eberstadt und Lehrensteinsfeld haben einen gemeinsamen “Gemeindeverwaltungsverband Raum Weinsberg ” (GVV) in dem gemeinsame Aufgaben erledigt werden. Es gibt den GVV seit 1971 und Aufgaben sind etwa: 

das Kassen- und Haushaltswesen, ein gemeindlicher Vollzugsdienst, die EDV, eine Grundschulförderklasse, die Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, eine Sozialstation, die Waldwirtschaft und die Gestaltung des Flächennutzungsplans. Neben einigen gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben werden auch freiwillige Aufgaben erfüllt. Der Verband kann sich entsprechend entwickeln. Das gibt bei zunehmend komplexeren Aufgabenbereichen und Problemen Personal zu finden und dann auch zu finanzieren sicher Sinn.

In der letzten Sitzung des GVV ging es um die Einstellung eines KlimaschutzmanagerIn. Ausschlaggebend war ein Antrag der ABW (Aktive Bürger Weinsberg) in Weinsberg dort eine entsprechende Stelle zu schaffen. Der Bund fördert diese Stellen aktuell mit 75%, weshalb es auch für die Verwaltung ein offenes Ohr gibt. In anderen Gemeinden wie Leingarten gibt es bereits Klimaschutzmanager und sind dort auch anerkannt. Nun schlug die Weinsberger Gemeindeverwaltung vor die Stelle beim GVV zu platzieren. Im GVV wurde das auch angenommen, nun müssen die Gemeinderäte in Eberstadt, Ellhofen und Lehrensteinsfeld noch zustimmen.

Als LINKE hätten wir auch einen eigenen KlimaschutzmanagerIn befürwortet, sehen aber den vernetzenden Gedanken beim GVV und tragen die Entscheidung deshalb auch mit.

Ein zweiter Punkt bei der Versammlung war der Flächennutzungsplan, den die vier Gemeinden miteinander abstimmen. Hier gab es Verschiebungen innerhalb der Ortschaften. In Weinsberg wird über mögliche Bauplätze aber noch im Gemeinderat gesprochen. Hier gibt es Fragen zum Ende der Wachstums, zu Ökopunkten und bezahlbaren Wohnraum. Diese Fragen werden aber im GVV bisher nicht diskutiert, sondern jeweils vor Ort. 

„Eine Vernetzung zwischen den Gemeinderatsmitgliedern aus den vier GVV-Kommunen wäre sinnvoll, um ein Gespür für die anderen zu erhalten und dann auch gemeinsam diskutieren zu können. Denn die gemeinsamen Aufgaben werden vermutlich in den nächsten Jahren zunehmen.“ – meint der Linke Stadtrat von Weinsberg, Florian Vollert.


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