Heilbronner Stimme Talk: Fragen zur Zabergäubahn an Landrat Heuser

14. Januar 2022 

Datum/Zeit
14.01.2022
14:00 - 15:00

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Der Live-Talk mit dem neuen Landrat Norbert Heuser, findet heute um 14 Uhr auf der Stimme Homepage statt. Schaut mal rein …

Im Vorfeld habe ich drei Fragen formuliert und an Chefredakteur Heer geschickt:

  • Herr Heuser, als Bürgermeister von Neuenstadt und Kreisrat sprachen Sie immer von der „Stadtbahn auf Rädern“ und meinten damit z.Bsp. den durchaus erfolgreichen Kocher Shuttle. Sind Sie in ihrer neuen Funktion als Landrat der Auffassung, dass die Räder der Stadtbahn zumindest im Zabergäu nicht aus Gummi, sondern aus Stahl sein sollen?
  • In Pfaffenhofen findet zurzeit ein Wettlauf statt, zwischen Schiene und Straße, zwischen Umgehungsstraße und Zabergäubahn. Ein gutes Beispiel, wie Mobilität auch in Zeiten der drohenden Klimakatastrophe immer noch getrennt und nicht vernetzt gedacht, geplant und verbaut wird. Die dringend benötigte Zabergäubahntrasse soll zu Gunsten des Straßenprojektes verlegt werden, das Gesamtprojekt Zabergäubahn wird dadurch zumindest stark verzögert, vielleicht sogar verhindert? In einem Anhörungsverfahren 2017 hat ihr Vorgänger im Landratsamt keine Einwendungen gegen eine Verlegung der Trasse vorgebracht. Gleich 3 Petitionen aus der Zivilgesellschaft (16/1164 vom BUND; 16/1207 vom Verein Zabergäu pro Stadtbahn e. V.;16/1263 von privat, Anwohnerin im betroffenen Bereich der geplanten Trasse) an den Landtag wurden damals leider verworfen. Haben sich die Prioritäten im Landratsamt jetzt verändert? Sehen Sie in Pfaffenhofen die Möglichkeit, falls das Straßenprojekt im Herbst gestartet wird, dort statt einer Verlegung der Trasse, wenigstens die Bahngleise für die Stadtbahn mitzuverlegen? Sehen Sie sich beim Projekt Zabergäubahn als Macher, oder als Zuschauer und juristischer Beobachter zwischen den politischen Ebenen?
  • Das Beispiel Pfaffenhofen/Güglingen, mit Enteignungsverfahren zu Gunsten von Straßenbau zeigt doch den Instrumentenkasten, wie notwendige Infrastrukturmaßnahmen für das Gemeinwohl umgesetzt werden können. Haben sie einen Plan, wie die Zweckentfremdung (Stilllegung und Verwahrlosung) der Bahneigenen Trasse im Zabergäu rasch überwunden werden kann? Wie kann die Bahn dazu gezwungen werden, endlich den Weg frei zu machen für die Zabergäubahn?

Einen ausführlichen Bericht zur Geschichte der Umgehungsstraße gibt es hier auf der Seite von Matthias:

https://www.zabergaeu2040.de/verschlei%C3%9F-zabertal/umgehungsstra%C3%9Fe-pfaffenhofen-g%C3%BCglingen/

Mit bahn- und klimafreundlichen Grüßen aus Offenau, Johannes Müllerschön


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